
16:03 Uhr – Die Hektik beginnt
Langsam aber sicher steigt das Patientenaufkommen deutlich. Fußgänger und Rettungswagen melden sich fast gleichzeitig, das Telefon klingelt immer wieder. Jetzt zahlt sich die Aufteilung im Team der MFAs, die je nach Schicht zu zweit oder dritt am Tresen sind, aus. Eine übernimmt während des Dienstes die Anmeldung der Patienten, die mit dem RTW kommen, die andere kümmert sich um die Fußgänger. Wenn eine dritte Person eingeteilt ist, agiert sie als „Springer“ und unterstützt dort, wo sie gebraucht wird.
Trotz der Hektik behält Melina S. weiterhin den Überblick, informiert die Ärzte und stimmt sich mit Pflegefachkräften und Mitarbeitenden des Rettungsdienstes ab. „Obwohl es turbulent wird, merkt man sofort: Ein gut eingespieltes Team macht den Unterschied“, erzählt die Fachkraft der Notaufnahme. „Kollegen helfen sich gegenseitig, wodurch auch stressigere Momente leichter zu bewältigen sind.“
17:22 Uhr – Kurz abschalten in der Pause
Es wird wieder ruhiger. Die MFA nutzt die Gelegenheit und spricht sich mit dem Team ab, damit sie in die Pause gehen kann. Ihre Kollegin hält in der Zwischenzeit die Stellung an der Anmeldung.
17:52 Uhr – Zurück an die Arbeit
Als Melina S. zurück in die Notaufnahme kommt, sieht sie schon, dass das Patientenaufkommen wieder anzieht. Kaum ist sie zurück am Tresen, meldet der Rettungswagen eine verunfallte Patientin mit Polytrauma – eine bedrohliche Kombination aus mehreren Verletzungen verschiedener Körperregionen – für den Schockraum an. Jetzt muss alles sehr schnell gehen. Als der Rettungswagen ankommt, wird die Patientin ohne Stopp an der Anmeldung direkt in den Schockraum geschoben, wo sie an die behandelnden Ärzte übergeben wird. Alle wissen, was zu tun ist, auch Melina S. – sie meldet die Patientin parallel im System an und legt das Schockraumprotokoll in der digitalen Patientenakte an. Das ausgedruckte Protokoll übergibt sie dann auf direktem Weg an die dokumentierende Pflegefachkraft. „In solchen Momenten merke ich besonders, wie entscheidend eine gut funktionierende Zusammenarbeit mit den Kollegen ist“, schätzt die MFA die Teamarbeit. „Entscheidungen werden gemeinsam getragen und alle packen mit an.“
18:46 Uhr – Ein Moment zum Durchatmen
Zwischendurch ist ein kleiner Moment zum Verschnaufen. Die MFA nutzt die Zeit, um Unterlagen vorzubereiten und den Tresen kurz zu ordnen. Ein Kollege aus der Pflege braucht eine Kopie eines wichtigen Dokuments. Während der Kopierer arbeitet, ist Zeit für ein kurzes Gespräch. „Ich schätze den lockeren Umgang, den wir untereinander haben“, betont Melina S. „Wir lachen gerne mal zusammen und sind auch immer für einen kleinen Spaß zwischendurch zu haben. Der Humor bei der Arbeit darf gerade hier nie verloren gehen.“

Ein starkes Team macht den Unterschied: die MFA Patricia B. und Melina S.
19:31 Uhr – Hochbetrieb am Tresen
Jetzt ist volle Konzentration gefragt. Von allen Seiten kommen gleichzeitig Anfragen und jede Entscheidung muss schnell getroffen werden. Doch Melina S. ist geübt, ordnet die Fälle nach Dringlichkeit ein und kommuniziert klar mit allen Beteiligten.
21:17 Uhr – langsam aber sicher kehrt Ruhe ein
Die Patientenströme lassen nach, das Telefon klingelt seltener. Melina S. nutzt die Gelegenheit, um sich auf die Übergabe an die Kolleginnen im Nachtdienst vorzubereiten.
22:30 Uhr – Abschlussarbeiten
Alle Patientenfälle sind dokumentiert und offene Fragen geklärt. Alles ist bereit für die nächste Schicht – und Melina S. für ihren Feierabend.
23:00 Uhr – Schichtende
Die MFA verlässt die Notaufnahme und macht sich auf den Weg zu den Umkleidekabinen. „Trotz des hektischen Spätdienstes bleibt das Gefühl, einen wichtigen Beitrag bei der Versorgung der Patienten geleistet zu haben“, fasst Melina S. den Arbeitstag zusammen. „Die wertschätzende Zusammenarbeit, die Abwechslung von verschiedenen Krankheitsbildern und die Anerkennung machen die Arbeit in der Notaufnahme erfüllend – auch wenn sie anspruchsvoll ist. Kein Tag ist wie der andere und jede Schicht bringt neue Begegnungen und Herausforderungen. Zwischen schnellen Entscheidungen, einfühlsamen Gesprächen und medizinischem Fachwissen ist es vor allem das Team, das hier den Unterschied macht.“
Unser Expertin:

Melina S.
Medizinische Fachangestellte in der Klinik für Akut- und Notfallmedizin am Schwarzwald-Baar Klinikum
Weitere Informationen:
Klinik für Akut- und Notfallmedizin
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Annette Münch
Chefarztsekretariat
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