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30/07/2026
Gehen können wie vor der Arthrose

Pressefoto von Dr. Faller
Endoprothetikzentrum setzt auf neues Verfahren beim Kniegelenkersatz

Villingen-Schwenningen/Donaueschingen. Fortschrittlich und patientengerecht: Das Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung des Schwarzwald-Baar Klinikums setzt beim Kniegelenkersatz auf ein neues Verfahren nach dem Prinzip der sogenannten „kinematischen Ausrichtung“. Anders als beim herkömmlichen Vorgehen wird bei der modernen Methode der Gelenkersatz auf die ursprüngliche Form des Beins abgestimmt. Dadurch können deutlich bessere Behandlungsergebnisse erzielt werden. Die Patienten profitieren davon, dass sie sich wieder natürlicher bewegen können.

„Eine Kniegelenksersatzoperation wird häufig bei fortgeschrittener Kniearthrose vorgenommen“, erklärt Dr. med. Jonas Faller, Leitender Arzt in der Abteilung Orthopädie und Leiter des Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung im Schwarzwald-Baar Klinikum. „Im Klinikum wenden wir dabei nun ein neuartiges Verfahren an, das in den USA entwickelt wurde. Beim sogenannten ‚Kinematic Alignment‘ ist das Besondere, dass das künstliche Kniegelenk individuell an die natürliche menschliche Kniestruktur und die Bein-Form des Patienten angepasst wird.“ Damit unterscheidet sich das neue Verfahren deutlich von der herkömmlichen Methode, bei der ein starres Standardschema mit einer neutral ausgerichteten Beinachse vorgegeben ist und ein Bein künstlich geradegerichtet wird.

„Kein Mensch hat ein völlig gerades Bein“, erläutert Dr. Faller. „Ein leichtes O- oder X-Bein ist normal. Das wird beim Einsetzen des künstlichen Gelenks berücksichtigt.“ Das Ziel ist, dass der Patient nach dem Eingriff wieder so laufen kann, wie er es ursprünglich konnte, als er noch keine Arthrose hatte. „Es geht darum, die individuellen, natürlichen Bewegungsabläufe wieder möglich zu machen. Diese moderne Technik kommt den Patienten sehr zugute und verbessert häufig deren Zufriedenheit nach dem Eingriff.“

Das Schwarzwald-Baar Klinikum ist ein zertifiziertes EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung und das einzige der Region. Die Zertifizierung bescheinigt den höchsten Standard in der Behandlungsqualität und basiert auf den Anforderungen der EndoCert-Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC). Im Zentrum werden sämtliche Eingriffe zum künstlichen Gelenkersatz an Hüfte und Knie vorgenommen. Als EndoProthetikZentrum der höchsten Zertifizierungsstufe übernehmen die Mediziner außerdem besonders komplexe Fälle und Wiederholungs- oder Korrektureingriffe bei Patienten, die von anderen Kliniken im Umkreis an das Schwarzwald-Baar Klinikum zugewiesen werden. Ergänzend dazu bietet das Klinikum das gesamte Spektrum der Schulterchirurgie an – von gelenkerhaltenden Eingriffen über das einsetzten von künstlichen Schultergelenken bis hin zu Wechseloperationen bei einliegenden Schulterprothesen. Das Expertenteam besteht aus spezialisierten und zertifizierten Fachkräften, die auf modernste Technik, innovative Verfahren und Sicherheit setzen.

Bild:
Die moderne Methode kommt Patienten zugute: Dr. med. Jonas Faller, Leiter des Endoprothetikzentrums im Schwarzwald-Baar Klinikum, erklärt die Vorteile des neuen Verfahrens beim Kniegelenkersatz.

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