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Gut zu wissen
21/07/2021
Zecken-Zeit: Das müssen Sie jetzt wissen (Teil 2)
Wenn es draußen warm und feucht ist, haben die kleinen Tierchen Hochsaison. Wie können Sie sich vor einem Zeckenstich schützen? Unser Experte Prof. Hubert Kimmig, Direktor der Klinik für Neurologie am Schwarzwald-Baar Klinikum, gibt praktische Tipps für den Alltag.
„Zecken lieben Wärme. Bei Temperaturen von mehr als sieben Grad Celsius werden sie aktiv. Die Zecken-Zeit kann daher bereits im Februar oder März beginnen und bis Oktober andauern. Ab Juni haben sie Hochsaison", so Prof. Kimmig. Insbesondere der Süden von Deutschland zählt zum Zecken-Risikogebiet. Wer hier in der Natur unterwegs ist, sollte sich über die Gefahr, die von den kleinen Blutsaugern ausgeht, bewusst sein. So können Sie sich und Ihre Familie schützen:

Bleiben Sie auf den (Geh-)Wegen
„Zecken fallen nicht von Bäumen, das ist definitiv ein Mythos. Vielmehr lassen sie sich einfach von ihrem Opfer ‚mitschleppen', wenn es ihnen zu nahe kommt", weiß der Chefarzt. Meist lauern die kleinen Tierchen im halbhohen Gras und Buschwerk, zum Beispiel am Weges- oder Waldrand. „Um gar nicht erst in Kontakt mit Zecken zu geraten, sollte man bei Aufenthalten in der Natur möglichst auf den Wegen bleiben", empfiehlt Prof. Kimmig.
Tragen Sie geschlossene Kleidung und festes Schuhwerk
„Kurze Hosen und offene Schuhe sind eine willkommene Einladung für Zecken. Lieber sollte man lange Kleidung und geschlossene Schuhe tragen. Am besten steckt man sogar die Hosenbeine in die Socken", so der Chefarzt.

Suchen Sie den Körper nach Zecken ab
Nach Aufenthalten im Freien empfiehlt es sich, den Körper nach vorhandenen Zecken abzusuchen. Prof. Kimmig sagt: „Prinzipiell können die Zecken am ganzen Körper zustechen. Kniekehlen, Achseln, Bauch- und Leistenbereich sollte man aber besonders intensiv prüfen. Auch im Hals- und Nackenbereich oder im Haar sitzen die kleinen Blutsauger gerne." Alle Stellen, die man selbst nicht sehen könne, sollte der Partner oder die Familie in den Blick nehmen, empfiehlt der Mediziner.

Entfernen Sie die Zecke schnell und richtig
„Je früher die Zecke entfernt wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Infektion", weiß der Neurologe. Dabei ist es äußerst wichtig, dass die Zecke nicht nur schnell, sondern auch richtig entfernt wird. „Man darf nicht auf den Körper der Zecke drücken, ansonsten befördert das die Erreger erst recht in die Stichwunde", betont der Experte. „Am besten setzt man mit einer spitzen Pinzette hautnah an, packt die Zecke so an den Beinen und zieht sie vorsichtig nach oben weg."

 

Unser Experte:

Prof. Dr. med. Hubert Kimmig
Direktor
Klinik für Neurologie

Zur Fachabteilung:
Klinik für Neurologie

Kontakt:
Schwarzwald-Baar Klinikum
Klinik für Neurologie
Prof. Dr. med. Hubert Kimmig
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