Erkrankungen der Wirbelsäule: Entzündungen und Frakturen

Abwehrgeschwächte und ältere Patienten sind häufig betroffen

Prof. Dr. med. Rainer Ritz
Direktor der Klinik
Schwerpunkt: vaskuläre Neurochirurgie, Schädelbasis-Chirurgie, Neuroonkologie

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Zu den Krankheiten der Wirbelsäule gehören – neben den degenerativen und tumorösen Erkrankungen – auch Entzündungen und Frakturen der Wirbelsäule und des Spinalkanals. Die Symptome machen sich oft durch massive lokale Schmerzen im Bereich von Nacken-, Brust- oder Lendenwirbelsäule bemerkbar. Je nach Lokalisation der jeweiligen Schädigung können auch Lähmungen und/oder Gefühlsstörungen an Armen und Fingern, Beinen und Zehen und am Rumpf  auftreten. Besonders dringend  – möglichst innerhalb von 24 Stunden nach Auftreten – müssen in diesem Zusammenhang Blasen- und Mastdarmstörungen abgeklärt und behandelt werden.

Diagnostik und Therapie

Entzündliche Erkrankungen
Zu den entzündlichen Erkrankungen werden die Spondylolitis (Wirbelkörperentzündungen), Spondylodiszitis (Entzündung des Bandscheibenraums), spinale Abszesse sowie Empyeme gerechnet. Ursachen solcher entzündlicher Geschehen sind häufig eine bereits bestehende Abwehrschwäche des Patienten (zum Beispiel durch Tumore, Diabetes und Alkoholkrankheit) oder vorbestehende Infektherde (zum Beispiel unsanierter Zahnstatus, Nebenhöhlenprobleme, Panaritium, Gangrän, chronische oder sonstige schwelende Infekte). Auch wiederholte Infiltrationsmaßnahmen können gelegentlich zu solchen Komplikationen führen.

Die diagnostischen Maßnahmen beinhalten eine körperlich/neurologische Untersuchung, darüber hinaus wird die Diagnose im Wesentlichen durch bildgebende Untersuchungen (Röntgen-Aufnahmen, CT und Kernspin-Diagnostik) gesichert. Außerdem können elektrophysiologische Untersuchungen (neurologische Abteilung) von Bedeutung sein. Neben den klinischen und bildgebenden Maßnahmen ist vor allem eine Laborabklärung der Entzündungsparameter (Leukozyten, BSG, CRP-Werte) wichtig. Bei Patienten ohne neurologische Ausfälle kann eine Keimgewinnung (durch gezielte Biopsien, Blutkultur usw.) und eine entsprechend angepasste Antibiotika-Behandlung zum Erfolg führen. Sind neurologische Ausfälle aufgetreten, ist die sofortige operative Intervention mit Ausräumung des entzündlichen Prozesses, gegebenenfalls mit entsprechenden Stabilisierungsmaßnahmen, erforderlich. Wenn die eingeleitete Antibiotika-Behandlung versagt, muss –  nach entsprechenden Kontrollen – ebenfalls eine operative Behandlung (Herdsanierung/Debridement, Dekompression und Drainage, gegebenenfalls Stabilisierung) vorgenommen werden.

Frakturen
Bei älteren Patienten, insbesondere bei Vorliegen einer Osteoporose, kommt es gelegentlich (spontan oder als Traumafolge) zu äußerst schmerzhaften Frakturen im unteren Brustwirbelsäulen- und Lendenwirbelsäulen-Bereich. Bei konservativ nicht nachhaltig beeinflussbaren Schmerzen ist dann als minimalinvasives Verfahren eine CT-gesteuerte Zementierung (gemeinsam mit dem Institut für Radiologie) des gebrochenen Wirbelkörpers (Kyphoplastie) möglich. Dies führt zu einer raschen und nachhaltigen Besserung der Beschwerden.

Leistungsangebot

Wirbelsäulen-Spezialsprechstunde (Ambulanz):

  • Präoperative Untersuchung, Diagnostik und Beratung


Operativ:
alle gängigen mikrochirurgischen Verfahren zur Behandlung der oben genannten Erkrankungen.

  • Navigationsgesteuerte Schraubenimplantation bei Fixateur
  • interne Postoperative Kontrollen (inklusive Langzeitkontrolle nach einem Jahr bei Implantaten)
  • Management Schmerztherapie

Kontakt

Schwarzwald-Baar Klinikum
Klinik für Neurochirurgie
Prof. Dr. med.
Rainer Ritz
Villingen-Schwenningen
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78052 Villingen-Schwenningen

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