Schlafmedizin: Schnarchen und Schlafapnoesyndrom

Eine Behandlung ist wichtig, um Folgeerkrankungen zu vermeiden

Priv.-Doz. Dr. med. habil. Christian Mozet
Direktor der Klinik
Facharzt für HNO-Heilkunde
Plastische Operationen

Tel.: +49 7721 93-3690
Fax: +49 7721 93-93609
E-Mail: hno@sbk-vs.de

In unserer Schlafsprechstunde finden Menschen Hilfe, die unter atmungsbedingten Schlafstörungen oder Schnarchen leiden. Hier werden unter anderen solche Beschwerden wie häufiges und unregelmäßiges Schnarchen mit Atempausen oder gesteigerte Tagesmüdigkeit mit Einschlafneigung besprochen, diagnostiziert und eine Therapie vorgeschlagen. Idealerweise kommen die Patienten über ihren Hals-Nasen-Ohrenarzt oder ihren Hausarzt zu uns. 

Krankheitsbild

Das obstruktive Schlafapnoesyndrom (OSAS) ist eine der häufigsten schlafbezogenen Atmungsstörungen. Wird es nicht behandelt, können kardiovaskuläre Erkrankungen (wie Bluthochdruck oder Schlaganfall) die Folge sein. Außerdem haben die Betroffenen ein erhöhtes Unfallrisiko. Sie sollten deshalb unbedingt therapiert werden.

Zur Behandlung stehen allgemeine Maßnahmen wie Verhaltensänderung und Gewichtsreduktion sowie Hilfsmittel wie die nächtliche Beatmungstherapie (meist Überdruck-Maskenbeatmung über die Nase, nCPAP) oder Bissschienen zur Verfügung. Auch operative Maßnahmen können notwendig werden. Welche Behandlung die bestmögliche ist, hängt von der Ursache und Ausprägung der Schlafapnoe oder des Schnarchens ab. Und davon, ob bei dem Patienten Begleiterkrankungen aufgetreten sind.

Welche Anzeichen sprechen für schlafbezogene Atmungsstörungen?

Leitsymptome

  • Häufiges und unregelmäßiges Schnarchen mit Atempausen
  • Gesteigerte Tagesmüdigkeit und Einschlafneigung


Häufige zusätzliche Symptome

  • Morgendliche Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit
  • Konzentrations­ und Gedächtnisstörungen
  • Depressive Verstimmung
  • Libidoverlust/Potenzstörungen


Mit OSAS assoziierte Erkrankungen

  • Artertieller Hypertonus (Bluthochdruck)
  • Myokardiale Ischämien (Herzminderdurchblutung)
  • Herzrhythmusstörungen
  • Pulmonale Hypertonie (Hochdruck im Lungenkreislauf)
  • Schlaganfall
  • Diabetes mellitus
  • Depressionen, kognitive Dysfunktionen (Gedächtnisstörung)
  • Müdigkeitsbedingte Unfälle

Diagnose und Therapie

Die schlafmedizinische Diagnose muss sehr ausführlich erhoben werden. Auf die  schulmedizinische Befragung und Befunderhebung folgen häufig eine Schlafscreening-Untersuchung und weitere spezielle Diagnostikverfahren. Beim Schlafscreening werden im Nachtschlaf Parameter wie Schnarchgeräusche, Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung, Atempausen und Körperlage automatisch registriert und anschließend ausgewertet. In einigen Fällen muss die Untersuchung im Schlaflabor erfolgen. Therapeutische Entscheidungen werden mit internistischen und zahnärztlichen Kollegen des Schwarzwald-Baar-Klinikums und mit den kooperierenden Kollegen getroffen.

Verhaltensmaßnahmen zur Verbesserung des „harmlosen Schnarchens“ und der obstruktiven Schlafapnoe:

Wichtig sind in vielen Fällen die Normalisierung des Körpergewichts und der abendliche Verzicht auf Alkohol, Koffein und Nikotin. Allergische Erkrankungen der Atemwege, Bluthochdruck, Schilddrüsenerkrankungen, Nierenerkrankungen, Herz-Lungen-Erkrankungen oder Diabetes mellitus müssen konsequent medikamentös behandelt werden, da sie den Schlaf, die Atmung oder beides ungünstig beeinflussen. Der Atemwegswiderstand und die Kollapsneigung im Bereich der oberen Atemwege können außerdem mit Platzhaltern und Schienen reduziert werden. Nasenpflaster oder Nasenklammern erleichtern das Atmen bei einem engen Naseneingang. Schienen zur Vorverlagerung des Unterkiefers erweitern den Rachen und verhindern so das Schnarchen. Auch die Vermeidung der Rückenlage hilft in vielen Fällen.

 

Operationen

Operative Verfahren kommen in Frage, wenn das Schnarchen und die Atempausen von Veränderungen der oberen Atemwege verursacht werden. Je nach Befund werden Operationen zur Verbesserung der Nasenatmung, zur Beseitigung der Rachen- oder Gaumenmandeln, zur Gaumensegelstraffung, zur Gewebereduktion im Bereich des Weichgaumens, der Gaumenmandeln oder in besonderen Fällen des Zungengrundes einzeln oder kombiniert eingesetzt. Den „Goldstandard“ der Therapie des OSAS stellt die kontinuierliche Überdruckbeatmung (nCPAP = nasal continuous positive airway pressure) des Patienten während des Schlafes dar. Hierzu stehen Geräte zur Verfügung, die mit Hilfe einer fest ansitzenden Maske die Atemwege offen halten, um eine ungestörte Atmung zu ermöglichen. Wenn der Patient diese Therapie nicht verträgt,  können weitere konservative oder operative Alternativen in Betracht gezogen werden.

Wir verfügen über große Erfahrung mit den genannten Therapieverfahren oder verweisen die Patienten auf unsere Kollegen im Bereich der internistischen Schlafmedizin.

Kontakt

Schwarzwald-Baar Klinikum
Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie (HNO)
Priv.-Doz. Dr. med. habil.
Christian Mozet
Klinikstraße 11
78052 Villingen-Schwenningen

Sekretariat
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E-Mail: martina.buechler@sbk-vs.de
Terminvereinbarung über
+49 7721 93-3690

HNO-Ambulanz
Leitung Schlafmedizin: Dr. med. Masen Dirk Jumah,
Assistenzärzte Schlafmedizin: Frau Dr. med. Julia Duckstein, Frau Gardy Richard

Montag bis Donnerstag:
08.00 - 16.00 Uhr
Freitag:    
08-00 - 15.00 Uhr
und nach telefonischer Terminabsprache

Terminvereinbarung über
Tel.: +49 7721 93-3601
Fax:+49 7721 93-3699
E-Mail: hno@sbk-vs.de