Blasenentleerungsstörungen

Mit moderner Diagnostik die Ursachen erkennen

Prof. Dr. med. Daniela Schultz-Lampel
Direktorin der Klinik
Fachärztin für Urologie

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Verschiedene Störungen und eine Grunderkrankung können dazu führen, dass sich die Harnblase unzureichend oder gar nicht mehr entleert. Es kommt zum Harnverhalt oder aber zum Verbleiben eines größeren Urinrests in der Blase. Mögliche Folgen sind chronische Harnwegsinfekte und sogar Nierenschäden. Ziel der Behandlung ist die Wiederherstellung einer regelmäßigen und vollständigen Blasenentleerung.

Krankheitsbild

Blasenentleerungsstörungen können auf zweierlei Weise auftreten: einerseits als Problem bei der Harnspeicherung, andererseits als gestörte Harnentleerung. Mögliche Anzeichen eines Speicherungsproblems sind: verstärkter Harndrang, Urinverlust, gehäuftes Wasserlassen auch nachts. Probleme bei der Harnentleerung wiederum zeigen sich als schwacher Harnstrahl, verzögerter Beginn des Wasserlassens, Wasserlassen mit Hilfe der Bauchpresse und Restharn.

Häufigste Ursachen für beide Formen von Blasenentleerungsstörungen sind ein Diabetes mellitus, chronischer Alkoholismus, Schädigung der Nerven des Rückenmarkes, MS, Bandscheibenvorfall, eine gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostataadenom) und eine Harnröhrenenge.

Diagnose und Therapie

Zur sorgfältigen Diagnose gehören zunächst eine genaue Erhebung der Krankengeschichte, ein Ganzkörperstatus, Ultraschalldiagnostik und eine Urinuntersuchung. Als spezielles Diagnoseverfahren schließt sich die Blasendruckmessung (Urodynamik) an: Bei dieser Untersuchung werden die funktionellen Abläufe im Harntrakt untersucht und gemessen. Das erlaubt eine genaue Beurteilung sowohl der Harnspeicherungs- als auch Harnentleerungsfunktion. Zur genauen Abklärung wird meist auch eine Blasenspiegelung nötig. Sie zeigt, ob Hindernisse in der Harnröhre oder Prostata bestehen.

Die Therapie hängt von der zugrunde liegenden Erkrankung ab. Bei einer Prostatavergrößerung oder einer Harnröhrenenge wird in der Regel eine Operation empfohlen. Sind die Störungen eine Folge jahrelanger chronischer Überdehnung der Blasenmuskulatur durch Abflusshindernisse oder hohe Restharnmengen, wird zunächst versucht die Blase zu entlasten, damit sie ihre Kontraktionskraft wieder erlangt. Dazu wird vorübergehend eine Dauerableitung mit einem Katheter gelegt (meist mit einem Bauchdeckenkatheter). Falls keine Erholung möglich ist, muss die Blase zukünftig per Einmalkatheterismus entleert werden. Dieses Verfahren ist nach guter Anleitung durch geschultes Pflegepersonal / Urotherapeuten leicht zu lernen. Mit den heute zur Verfügung stehenden, hervorragenden Kathetern lässt sich die Handhabung problemlos in den Alltag integrieren.

Manchmal hilft auch Elektrostimulation der Blase, um das verloren gegangene Blasenfüllungsgefühl wieder entstehen zu lassen. So wird spontanes Wasserlassen wieder möglich. Auch durch Implantation eines „Blasenschrittmachers“ (sakraler Neuromodulator), kann in manchen Fällen der Blasenmuskel aktiviert werden, so dass das Wasserlassen wieder möglich wird.

Kontakt

Diagnostik und Therapie bei Blasenentleerungsstörungen werden am Schwarzwald-Baar-Klinikum durchgeführt im

Schwarzwald-Baar Klinikum
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Prof. Dr. med.
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