Chronische Harnwegsinfekte

Vor allem Frauen sind betroffen

Prof. Dr. med. Daniela Schultz-Lampel
Direktorin der Klinik
Fachärztin für Urologie

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Frauen haben viermal häufiger mit Harnwegsinfekten zu tun als Männer. Schon junge Frauen leiden an Reizblasensymptomen und rezidivierenden (in Abständen wiederkehrenden) Harnwegsinfekten. Bei älteren Frauen sind rezidivierende Harnwegsinfekte – verbunden mit Inkontinenz – oft zentrale Probleme des Älterwerdens.

Krankheitsbild

Nach der Menopause führen vor allem die durch Östrogenmangel bedingten Veränderungen des Harn- und Genitaltrakts zu chronischen Harnwegsinfekten. Bei jüngeren Frauen können einerseits eine verschlechterte Blasenfunktion mit unzureichender Urinaustreibung und Restharn, andererseits eine Überaktivität der Blase die Auslöser sein. Risikofaktoren sind internistische Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus oder die regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die auf die Blase oder den Blasenauslass wirken (zum Beispiel Neuroleptika, Kalziumantagonisten, Alphablocker).

Diagnose und Therapie

Zur Diagnostik chronischer Harnwegsinfekte mit oder ohne Harninkontinenz gehören grundsätzlich: eine exakte Anamnese und körperliche  Untersuchungen, ein Miktionsprotokoll (Toiletten- / Trinkprotokoll), die Harnanalyse inklusive der Anlage einer Harnkultur zur Identifikation und Resistenzbestimmung der Erreger und die sonographische Restharnbestimmung. In Einzelfällen können eine Blasenspiegelung und eine Blasendruckmessung (Urodynamik) angezeigt sein.

In der Therapie ist eine resistenzgerechte Ausbehandlung des akuten Infekts unabdingbar. Daran sollte sich eine Langzeitantibiose für drei bis sechs Monate mit einem niederdosierten, schonenden Antibiotikum anschließen. Für diese Langzeittherapie eignet sich besonders Nitrofurantoin (1 x 1 Tablette zur Nacht).

Spülbehandlungen der Blase mit Schleimhaut-regenerierenden Substanzen wie Chondroitinsulfat und Hyaluronsäure können ebenfalls zur Ausheilung beitragen und ein Neuauftreten des Harnwegsinfekts vermeiden.

Als ergänzende Maßnahmen werden empfohlen: die Einnahme von Preiselbeerkapseln, ausreichende Trinkmenge, Vermeiden kalter Füße, Beachtung von Hygienemaßnahmen.

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