Harnsteinleiden

Prof. Dr. med. Alexander Lampel
Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie
Facharzt für Urologie
Schwerpunkt: medikamentöse Tumortherapie, Andrologie

Tel.: +49 7721 93-2401
Fax: +49 7721 93-92409
E-Mail: uro@sbk-vs.de

Weltweit nimmt die Häufigkeit von Harnsteinerkrankungen zu. Circa fünf bis zehn Prozent aller Menschen leiden an Harnsteinen. Die Behandlung ist abhängig von Beschaffenheit und Zusammensetzung sowie Größe und Lokalisation des Steins. In unserem Klinikum stehen die gängigen operativen, wenn möglich auch medikamentösen Behandlungen zur Verfügung. Auch nach erfolgreicher Entfernung ist bei der Hälfte der Patienten mit einem Wiederauftreten von Harnsteinen zu rechnen.

Krankheitsbild

Harnsteine werden in der Niere über einen längeren Zeitraum als Ablagerungen aus Kristallen gebildet. Am häufigsten sind Ablagerungen aus Kalziumoxalaten, sie machen etwa 70 Prozent aller Harnsteine aus. Weitere Bestandteile sind Harnsäure, Kalziumphosphat, Magnesium-Ammonium-Phosphat oder Zystin.
Als häufigste Ursachen für die Steinbildung kommen in Frage: mangelnde Flüssigkeitszufuhr, Bewegungsmangel, Übergewicht und ungünstige Essgewohnheiten (hochkalorische, kochsalz- und proteinreiche Ernährung). Eine familiäre Häufung ist ebenfalls festzustellen. Auch Harnwegsinfekte oder Anomalien im Harntrakt können die Steinbildung begünstigen. 

Steine, die in der Niere liegen, verursachen meist keine direkten Symptome, können jedoch als Ursache für Blut im Urin oder wiederkehrende Harnwegsinfekte in Frage kommen.

Fällt der Stein in den Harnleiter, führt dies meist zu Flankenschmerzen oder starken Koliken mit Übelkeit und Erbrechen. Schlimmstenfalls kommt es zu einer Abflussbehinderung der Niere (Harnstauungsniere), die als Notfall sofort behandelt werden muss.

Diagnose und Therapie

Die Diagnose wird mittels Ultraschall oder Röntgenuntersuchungen (Computertomographie) gestellt. Je nach Größe und Lage des Steins kommen verschiedene Behandlungen in Frage.

Steine, die in der Niere liegen, können von außen, mit Hilfe energiereicher Stoßwellen (unter ausreichender Schmerzmedikation), zertrümmert werden (ESWL= extracorporale Stoßwellenlithotripsie). Dieser Eingriff kann bis zu dreimal wiederholt werden.

Bei der Behandlung von großen Nierensteinen (>2cm) und Nierenbeckenausgusssteinen erfolgt die Entfernung unter Vollnarkose: Über einen direkten Zugang durch die Haut in die Niere (endoskopisch) wird mittels dünner Instrumente der Stein mit Laser oder Ultraschallwellen zerkleinert und entfernt (PNL= percutane Nephrolitholapaxie).

Steine, die sich im Harnleiter (Ureter) befinden, führen oft zu einer Harnstauungsniere und Koliken. Zur Entlastung und Schmerzminimierung wird zunächst eine sogenannte Harnleiterschiene eingesetzt: Das ist ein dünner Schlauch, der unter Betäubung (Sedierung) endoskopisch über die Blase eingelegt wird und den Urinabfluss wieder ermöglicht. Mit diesem Schlauch können die Patienten entlassen werden. Nach 2 bis 4 Wochen wird der Stein unter Vollnarkose mittels einer Zange entfernt. Der Eingriff erfolgt minimal-invasiv endoskopisch über eine Harnleiterspiegelung (URS= ureterorenoskopische Steinextraktion).

Eine medikamentöse Therapie ist nur in wenigen Fällen möglich. Das Auflösen des Steins dauert mehrere Wochen und setzt regelmäßige Untersuchungen und Kontrollen voraus.

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