Tumoren der Gebärmutter (Korpuskarzinom)

Der häufigste Genitaltumor bei Frauen

Prof. Dr. med. Wolfgang Zieger
Direktor der Klinik
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Schwerpunkt: gynäkologische Onkologie, Geburtshilfe und Pränatalmedizin,
minimalinvasive Chirurgie (MIC II), onkoplastische Mammachirurgie (Brustoperateur), Urogynäkologie 

Tel.: +49 7721 93-3101
Fax: +49 7721 93-93109
E-Mail: fra@sbk-vs.de
Über das Sekretariat werden keine Ambulanz- oder Sprechstundentermine vergeben.

Das Gebärmutterkarzinom ist inzwischen der häufigste Genitaltumor bei Frauen. Oft wird es frühzeitig durch eine unnormale Regelblutung oder häufiger, da es sich zumeist um Frauen nach den Wechseljahren handelt, durch eine postmenopausale Blutung diagnostiziert. Risikofaktoren sind Übergewicht, Bluthochdruck und Blutzuckerkrankheit.

Therapie

Informationen zur Radiotherapie
Die meisten Tumoren werden in einem lokal begrenzten Stadium diagnostiziert. Heute ist die Operation die beste Therapie, die je nach dem Ergebnis der geweblichen Untersuchung mehr oder weniger aufwändig erfolgen wird. Zeigt sich nur eine geringe tumoröse Veränderung der Zellen, kann auf eine weitere Therapie verzichtet werden. Andernfalls wird eine gezielte Bestrahlung der Scheide (Afterloading) empfohlen, um das lokale Rückfallrisiko im Scheidenbereich zu senken. Liegen weitere Risikofaktoren (aggressiveres Tumorwachstum, Lymphknotenbefall, spezielle Sonderformen des Tumorgewebes) vor, wird die Afterloading-Behandlung mit einer Bestrahlung des Beckens kombiniert. In diesem Zusammenhang ist nochmals die Wichtigkeit der Operation zu betonen, deren Ausmaß Einfluss auf die Notwendigkeit der Strahlentherapie und die Ausdehnung des Bestrahlungsfeldes hat.    

Weiter fortgeschrittene Tumoren werden regelhaft nach Operation kombiniert bestrahlt. Sind sie inoperabel, erfolgt die Behandlung durch Afterloading und eine Beckenbestrahlung. Selektiv wird zusätzlich eine Hormon- oder Chemotherapie eingeleitet.

Die alleinige Afterloading-Behandlung nimmt nur wenig Zeit in Anspruch. Sie erfolgt insgesamt viermal im Abstand von je einer Woche. Diese Maßnahme kann man sich wie eine gynäkologische Untersuchung vorstellen, bei der ein sogenannter Applikator in die Scheide eingeführt wird und diese dann komplett ausfüllt. Nach exakter Positionierung und Berechnung wird dieser Applikator automatisch mit einer sehr kleinen Strahlerquelle (Iridium) beladen, so dass dann in engen Grenzen die Scheidenregion bestrahlt wird. Die typischen physikalischen Eigenschaften des Iridiums bedingen, dass Blase und Darm nur gering belastet werden.

Erfolgt eine kombinierte Behandlung, wird die Afterloading-Therapie zumeist nur dreimal vorgenommen, während die Bestrahlung der Lymphknoten und der (ehemaligen) Tumorregion über fünfeinhalb Wochen erfolgt. Verwendung finden alle relevanten modernen Planungs- und Bestrahlungstechniken (3D-konformal, IMRT, VMAT, Afterloading).

Die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie ist Partner im hiesigen Gynäkologischen Krebszentrum. Alle Patienten werden daher im Tumorboard interdisziplinär besprochen, damit das therapeutische Vorgehen ideal aufeinander abgestimmt werden kann.

Ausschnitte aus einem Bestrahlungsplan bei einer Patientin mit einem operierten Korpuskarzinom:





 

Kontakt

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Dysplasie-Sprechstunde
Endometriose-Sprechstunde
Vorstellung vor Geburt

 

Zweitmeinung zu operativem Vorgehen
Sprechstunde für MIC und Urogynäkologie
Chefarzt Prof. Dr. med. Wolfgang Zieger
Nach telefonischer Terminabsprache

 

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Schwarzwald-Baar Klinikum
Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
Prof. Dr. med.
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Villingen-Schwenningen
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