Weichteiltumor / Weichteilsarkom

Bösartige Weichteiltumore (Sarkome) sind äußerst selten

Prof. Dr. med. Stefan Beckert, FEBS
Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Facharzt für Viszeralchirurgie
Schwerpunkt Spezielle Viszeralchirurgie, Proktologie

Tel.: +49 7721 93-3301
Fax: +49 7721 93-93309
E-Mail: avc@sbk-vs.de

Weitere Informationen zum Weichteilsarkom finden Sie auch im "Blauen Ratgeber“ der Deutschen Krebshilfe

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Weichteiltumore sind Geschwulste, die ihren Ursprung in Muskel-, Fett-, Binde- oder Nervengewebe nehmen. Sie können an jeder Stelle des Körpers auftreten, zum Beispiel an den Armen und Beinen, am Rumpf oder auch im Körperinneren. Zumeist handelt es sich um gutartige Tumore wie Fibrome oder Lipome. Diese sind ungefährlich und müssen, sofern sie keine Beschwerden machen, nicht entfernt werden. Anders verhält es sich mit bösartigen Weichteiltumoren, den sogenannten Sarkomen. Sie sind äußerst selten und finden sich zumeist am Körperstamm sowie an den unteren Extremitäten. Bei den meisten Sarkomen lässt sich kein auslösender Faktor identifizieren. Allerdings können bei einigen Patienten genetische Veränderungen festgestellt werden, die mit der Entstehung von Sarkomen in Verbindung gebracht werden. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer.

Therapie

Die onkologische Operation ist die Therapie der Wahl, denn die Heilungschancen sind sehr gut, wenn der Tumor komplett entfernt werden kann.

Handelt es sich um einen sehr großen bösartigen Tumor, der womöglich in umliegendes Gewebe eingewachsen ist oder bösartige Zellen über Blut- und Lymphbahnen in andere Organe abgeschwemmt hat, werden zusätzliche Behandlungsmaßnahmen notwendig sein. Diese werden in der interdisziplinären Tumorkonferenz besprochen und geplant. Ziel einer chemo- oder strahlentherapeutischen Vorbehandlung kann es beispielsweise sein, die Tumorgröße zu verringern, um so die Heilungsaussichten zu verbessern oder das Ausmaß der Operation zu verringern. Nach der Operation sollen abgewanderte Tumorzellen abgetötet und en Wiederkehren des Tumors verhindert werden. Bei großen Operationswunden werden spezielle plastische Rekonstruktionen angewendet.

Als alleinige Behandlung bietet sich die Radio(-chemo-)therapie an, wenn der Tumor nicht operabel ist und/oder Schmerzen bereitet. Vergleichbar gilt dies für Sarkome des Knochens und des Knorpels.

Da die Erkrankung sehr selten ist, liegen nur wenige Studien dazu vor. Die Entscheidung für eine Therapie muss daher interdisziplinär getroffen werden, die Therapie selbst sollte entweder innerhalb von Studien erfolgen oder sich an Vorgaben früherer, geltender Studien orientieren. Jeder Fall wird in unserer interdisziplinären Besprechung diskutiert, um die bestmögliche Therapie zu entwickeln. Grundsätzlich gilt, dass Patienten mit einem Sarkom nur an Zentren behandelt werden sollten, die diese Therapie häufig durchführen und über eine entsprechende Erfahrung verfügen.

 

Abbildung: Intensitätsmodulierte Radiotherapie bei einem Weichteiltumor der Kniekehle

 

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