Computertomographie (CT)

Querschnittsbilder des Körpers für eine exakte Diagnostik

Prof. Dr. med. Ulrich Fink
Direktor des Instituts
Arzt für Radiologie / Fachkunde Nuklearmedizin / Fachkunde für Strahlentherapie inkl. Beschleuniger, DEGIR Ausbilder für Interventionelle Radiologie (Module A,C), Qualifikation in Interventioneller Radiologie der DEGIR Stufe II (Module A,B,C)

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Bei der Computertomographie (CT) rotiert eine Röntgeneinheit sehr schnell  – bis zu zweieinhalbmal pro Sekunde – um den zu untersuchenden Körperabschnitt. Dadurch werden Querschnittbilder (Schnittbildverfahren) des Körpers erzeugt. Die modernste Art der CT– Bilderzeugung ist die Mehrzeilen–Computertomographie (Multislice-Spiral-CT). Das heißt: Pro Röhrenumlauf um den Patienten werden mehrere Schichten gleichzeitig aufgenommen. Der Vorteil dieser hochmodernen Geräte (Scanner) ist  – neben einer hohen Auflösung und sehr kurzen Untersuchungszeiten – vor allem die Reduzierung der Dosis an Röntgenstrahlen. Die Röhre sendet während der Untersuchung kontinuierlich Röntgenstrahlung aus. Röhre und Detektoren sind hierbei im CT–Gehäuse untergebracht und von außen nicht sichtbar. Aus den gewonnenen Daten der Mehrzeilen-Computertomographen berechnet der Computer, je nach Fragestellung, ohne Qualitätseinbußen zwei- und dreidimensionale Bilder in jeder beliebigen Richtung und Raumebene. Die Genauigkeit der Diagnostik wird entscheidend erhöht, da die dargestellten Strukturen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden können.

 

Wann wird eine Computertomographie empfohlen?

Da mit der Computertomographie Aufnahmen von Kopf bis Fuß in höchster Bildqualität gewonnen werden, kommt dieses Verfahren in vielen Bereichen der Medizin zum Einsatz. Zum Beispiel bei Untersuchungen der Lunge, des Herzen, der Gefäße, des Bauchraumes, des Gehirns (auch zur Schlaganfalldiagnostik) und insbesondere des Skeletts. Wegen Ihrer Schnelligkeit werden computertomographische Untersuchungen auch in der Notfalldiagnostik angewendet. Um die Darstellbarkeit bestimmter Strukturen zu erhöhen, wird bei einigen Fragestellungen Kontrastmittel verabreicht. Über eine Kontrastmittelgabe in das Blut können zum Beispiel Gefäße oder auch krankes Gewebe sichtbar gemacht werden. Oral aufgenommenes Kontrastmittel dient der besseren Darstellung des Magen-Darm-Trakts.

Wie kann ich mich vorbereiten?

Vor der Untersuchung sollten Sie mit ihrem Arzt abklären, ob Allergien, Erkrankungen der Nieren und der Schilddrüse oder Diabetes vorliegen. Ihr Arzt kann die dafür erforderlichen Laborwerte durch eine Blutabnahme ermitteln. Sollte bei Ihnen eine Allergie, zum Beispiel gegen Lebensmittel, Gräser, Metalle oder gegen das Kontrastmittel bekannt sein, kann vorsorglich ein Antiallergikum verabreicht werden. Da diese Medikamente müde machen, sind einige Dinge zu beachten. So benötigen Sie zum Beispiel für den Heimweg eine Begleitung oder einen Fahrer. Bei einigen Untersuchungen ist es wichtig, dass Sie nüchtern kommen. Das heißt: Am Tag der Untersuchung bitte:

  • Keine Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme
  • Nicht Rauchen! (Rauchen stimuliert die Magensaftproduktion)
  • Keine Bonbons, Kaugummis oder Ähnliches
  • Keine Medikamente

Wie läuft die Untersuchung ab?

Während der Untersuchung liegt der Patient / die Patientin auf einer Liege. Diese bewegt sich langsam durch die runde Öffnung des Computertomographen. Wichtig ist es, möglichst ruhig zu liegen. Bei der Untersuchung der Lunge und Atemwege sollte zusätzlich für acht bis zehn Sekunden die Luft angehalten werden. Wird Kontrastmittel eingesetzt, kann die Einnahme zum Beispiel durch Trinken 45 Minuten vor der Untersuchung erfolgen. Bei Verabreichung während der Untersuchung handelt es sich meist um eine Injektion. Nach einer Computertomographie mit Kontrastmittel bleiben Sie noch eine halbe Stunde bei uns, um eventuelle allergische Spät-Reaktionen abzuwarten.

Wie lange dauert die Untersuchung?

Die Dauer der Untersuchung hängt von der Größe des Untersuchungsbereiches ab, beträgt aber nur wenige Sekunden – die der Lunge zum Beispiel sieben bis zwölf Sekunden. Mit der Lagerung auf der Untersuchungsliege und der Planung des Untersuchungsbereiches ist das gesamte Verfahren meist nach fünf  bis zehn Minuten beendet. Trotzdem sollten Sie sich am Tag der Untersuchung etwas mehr Zeit nehmen. Bei einer Bauchraum-Computertomographie zum Beispiel müssen Sie mit einer Vorbereitungsphase von etwa 45 Minuten rechnen. Diese Zeit benötigt das verabreichte Kontrastmittel (dagegen sind übrigens keine Allergien bekannt), um sich gleichmäßig zu verteilen. Wird Kontrastmittel in das Blut gegeben, geschieht dies ohne weitere Vorbereitungsphase direkt während der Untersuchung. Längere Wartezeiten können auch aus anderen Gründen entstehen, zum Beispiel durch Notfall-Patienten, deren Behandlung keinen Aufschub erlaubt. Dafür bitten wir Sie um Verständnis. Bei Kontrastmittelgabe bleiben Sie nach der Untersuchung noch eine halbe Stunde bei uns, um allergische Reaktionen auszuschließen. Für die Bildberechnung, eventuelle Zusatzberechnungen aus dem Datensatz und die abschließende Befunderhebung benötigen wir nach Abschluss der Untersuchung noch einige Zeit.

Ist die Untersuchung schmerzhaft oder schädlich?

Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft. Neben der bereits erwähnten, sehr selten auftretenden allergischen Reaktion kommt es bei der Verabreichung des Kontrastmittels in das Blut häufiger zu einem Wärmegefühl im ganzen Körper. Die Röntgenstrahlung wird aufgrund modernster Technik möglichst gering gehalten und vom Gerät automatisch an Gewebedicke-  und Durchmesser angepasst. Für jeden Untersuchungsbereich werden speziell abgestimmte Programme verwendet, welche die benötigte Strahlung auf ein absolutes, aber für die Diagnostik notwendiges Minimum reduzieren.

Welche Komplikationen können auftreten?

In sehr seltenen Fällen kann das verabreichte Kontrastmittel zu allergischen Reaktionen führen. Diese äußern sich zum Beispiel durch Juckreiz oder Quaddelbildung, Übelkeit oder Gleichgewichtsstörungen. Bei Schilddrüsenerkrankungen mit einer Organüberfunktion kann eine Verschlechterung der Erkrankung eintreten. Auch hierfür ist eine medikamentöse Vorsorge möglich und gegebenenfalls nötig. Bei einigen Medikamenten, die zur Behandlung der Zuckerkrankheit (in Tablettenform) verwendet werden, kann es zu Wechselwirkungen mit dem Kontrastmittel kommen. Dann ist eine vorübergehende Umstellung der Behandlung nöitg. Die Nierenfunktion kann sich bei vorbestehender Nierenfunktionsstörung verschlechtern, weshalb unter Umständen auf die Gabe von Kontrastmittel verzichtet werden muss. All diese Frage werden von uns routinemäßig im Vorfeld der Untersuchung abgeklärt.

Informationen für Zuweiser

Bei ambulanten Patienten, die zur CT-Untersuchung angemeldet werden, sind folgende Punkte abzuklären:

  1. Bei Hyperthyreose/ Struma in der Anamnese TSH-Wert-Bestimmung
  2. Kreatininwertbestimmung
  3. Bekommt der Patient ein orales Antidiabetikum, das Metformin enthält?

 

Falls ja und der Kreatininwert ist normal: Metformin am Untersuchungstag nicht mehr einnehmen und für 48 Stunden. absetzen. Dann Kreatininwertbestimmung, falls dieser weiterhin normal ist, kann die Metformingabe fortgesetzt werden.

 

Falls ja und der Kreatininwert ist nicht normal: Metformin 48 Stunden vor der Untersuchung und bis 48 Stunden nach der Untersuchung absetzen. Kreatininwert überprüfen, falls er sich nicht weiter verschlechtert, kann die Metformingabe fortgesetzt werden. (ESUR-Guidelines)

Kontakt

Schwarzwald-Baar Klinikum
Institut für Radiologie und Nuklearmedizin
Prof. Dr. med.
Ulrich Fink
Klinikstraße 11
78052 Villingen-Schwenningen

Institutssekretariat
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Vertretung
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Sekretariat Donaueschingen
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