Magnetresonanztomographie

Eine Untersuchung mit Hilfe von Magnetwellen

Prof. Dr. med. Ulrich Fink
Direktor des Instituts
Arzt für Radiologie / Fachkunde Nuklearmedizin / Fachkunde für Strahlentherapie inkl. Beschleuniger, DEGIR Ausbilder für Interventionelle Radiologie (Module A,C), Qualifikation in Interventioneller Radiologie der DEGIR Stufe II (Module A,B,C)

Tel.: +49 7721 93-2801
Fax: +49 7721 93-92809
E-Mail: ulrich.fink@sbk-vs.de

Bei der Magnetresonanztomographie (MRT) werden zur Darstellung des Körpers, anstelle von Röntgenstrahlen oder radioaktiven Stoffen, Magnetwellen verwendet. Die unterschiedlichen Körperstrukturen beziehungsweise die darin enthaltenen Wasserstoffkerne senden, nach der Erregung durch Magnetwellen, schwache Magnetwellen zurück, die wiederum durch empfindliche Antennen registriert werden. Auf dem Computer sind schließlich Schnittbilder der untersuchten Körperregion zum Auswerten vorhanden. Soll die Darstellbarkeit einzelner Strukturen erhöht werden,  wird zusätzlich ein Kontrastmittel gespritzt.

Welche Organe werden untersucht?

Die Magnetresonanztomographie eignet sich besonders zur Darstellung von Geweben wie Knorpel, Sehnen, Bindegewebe und Muskulatur und für die Beurteilung unterschiedlicher Gebiete des Gehirns. Der Vorteil der Magnetresonanztomographie aus medizinischer Sicht besteht in der hohen Qualität der Weichteildarstellung. Außerdem kann jede Untersuchungsregion in einer optimalen Ausrichtungen dargestellt werden, ohne dass der Patient umgelagert werden muss. Weiterer Vorteil: Eine MRT-Untersuchung erfolgt ganz ohne belastende Röntgenstrahlung.

 

              
MRT der LWS   MRT - Gefäße   MRT - Knie   MRT – Schaedel

Wie läuft die Untersuchung ab?

In den meisten Fällen ist der Magnetresonanztomograph eine Röhre, in die Sie mit der Untersuchungsliege langsam gefahren werden. Wir verwenden aber auch ein offenes Gerät,  bei dem man seitlich hinausschauen kann, weil die Magneten über und unter dem Patienten angeordnet sind.  Während der Untersuchung  entstehen durch die verschiedenen Untersuchungssequenzen unterschiedlich laute Klopfgeräusche. Aus diesem Grund stellen wir einen Kopfhörer mit Musik bereit. Während der Untersuchung stehen Sie unter ständiger ärztlicher Beobachtung. Sollte Sie dennoch beunruhigt sein, können Sie sich jederzeit über einen Drücker in der Hand bemerkbar machen.

Wie lange dauert die Untersuchung?

Nach dem Aufklärungsgespräch beginnt die eigentliche Untersuchung. Abhängig von der Fragestellung und Untersuchungsregion dauert diese in der Regel ungefähr 20 bis 30 Minuten. Selten kommen Untersuchungszeiten von einer Stunde und mehr vor. Die Untersuchung ist in Sequenzen unterteilt, die maximal sechs Minuten dauern. Wir sind stets bemüht, die Behandlungstermine einzuhalten. Trotzdem können die Aufnahmezeiten variieren, und es kann zum Beispiel durch Notfall-Patienten zu längeren Wartezeiten kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Wie muss ich mich auf die Untersuchung vorbereiten?

Es ist keine besondere Vorbereitung nötig. Bitte erfragen Sie bei der Terminabsprache, ob Sie wie gewohnt essen und trinken können oder nüchtern zur Untersuchung kommen sollen. Magnetische Gegenstände (zum Beispiel Schmuck, Zahnprothesen, Piercings) sollten,  soweit möglich, vor der Untersuchung abgelegt werden. Durch das starke Magnetfeld könnte es während der Untersuchung sonst zu Verletzungen kommen. Bei festsitzenden magnetischen Strukturen (zum Beispiel Gelenkprothesen) besteht keine Verletzungsgefahr. In seltenen Fällen kann hier Wärmeentwicklung auftreten (übrigens auch bei Tätowierungen). Bitte achten Sie darauf, vor der Untersuchung keine Salben oder Kosmetika mit metallischem Inhalt zu verwenden. Informationen zu den Inhaltsstoffen finden Sie auf den Verpackungsbeilagen.

Ist die Untersuchung gefährlich oder schmerzhaft?

Die Untersuchung ist schmerzfrei. Je nach Behandlungsart kann die verabreichte Spritze beim Einstechen in die Vene oder unter die Haut leicht schmerzen. Das Kontrastmittel ist sehr gut verträglich, führt jedoch in seltenen Fällen zu Hautreizungen oder Allergien. Ausschlusskriterien für die Verwendung von Kontrastmitteln sind Allergien gegen diese Mittel oder ausgeprägte Nierenfunktionsstörungen.

Für wen ist die untersuchung nicht möglich?

In den meisten Fällen ist eine Untersuchung ohne Bedenken durchführbar. Allerdings wird Patienten mit magnetischen Gegenständen im Körper ohne festen Halt (zum Beispiel Granatsplitter oder Innenohrprothese) wegen des Verletzungsrisikos von einer Untersuchung abgeraten. Abgeraten wird auch Patienten mit Herzschrittmachern oder künstlichen Herzklappen, weil die Funktion dieser Geräte beeinträchtigt werden könnte. Auf Patienten mit Angst vor engen Räumen (Klaustrophobie) kann die relativ enge Röhre beängstigend wirken.  Eventuell kann in einem solchem Fall die Untersuchung in unserem offenen MRT im Klinikum Donauschingen erfolgen.

Kann mein Kind bedenkenlos untersucht werden?

Das MRT ist gut geeignet für die Behandlung von Kindern, da keine Röntgenstrahlung verwendet wird. Weil es sehr wichtig ist, während der Untersuchung ruhig zu liegen, wird In einigen Fällen unseren kleinen Patienten ein leichtes, gut verträgliches Beruhigungsmittel verabreicht.

Kontakt

Schwarzwald-Baar Klinikum
Institut für Radiologie und Nuklearmedizin
Prof. Dr. med.
Ulrich Fink
Klinikstraße 11
78052 Villingen-Schwenningen

Institutssekretariat
Dagmar Theis
Tel.: +49 7721 93-2801
Fax: +49 7721 93-92809
E-Mail: dagmar.theis@sbk-vs.de
Vertretung
Melanie Sukale
Tel.: +49 7721 93-2802
Fax: +49 7721 93-92809
E-Mail: melanie.sukale@sbk-vs.de

 

Sekretariat Donaueschingen
Mechthild Eisele
Tel.: +49 771 88-5361
Fax: +49 771 88-5554
E-Mail: ran@sbk-vs.de