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09/03/2017
Abschiedsraum für Angehörige

Wenn das eigene Kind stirbt, dann stürzt das Eltern, Geschwister, ja ganze Familien in Verzweiflung und tiefe Trauer. Um dieser Trauer Raum zu geben, hat sich auf der Kinderintensivstation am Schwarzwald-Baar Klinikum eine Projektgruppe gefunden, die gemeinsam mit dem Rottweiler Künstler Tobias Kammerer den »Raum der Stille« zu einem würdevollen Abschiedsraum umgestalten möchte.

Der Raum, der etwas abseits vom Stationstrubel liegt, wird auch bislang schon als Abschiedsraum genutzt. Doch die Atmosphäre ist nüchtern. Stationsärztin Francisca Kurz und die beiden Fachkinderkrankenschwestern Jasmin Erichsen und Eva-Maria Säger von der Projektgruppe wissen genau, was Eltern, Geschwister und Angehörige brauchen: Ruhe und genügend Zeit, um mit dem Geschehen fertig zu werden. »Der Raum soll als Andachtsraum dienen, in den sich Eltern und Mitarbeiter – auch schon in der Phase der Sterbebe-
gleitung – zurückziehen können und sich von den Kindern verabschieden können. Es soll den Angehörigen die Möglichkeit gegeben werden, in Ruhe, abseits vom Stationsbetrieb, Zeit mit dem verstorbenen Kind verbringen zu können«, erklärt Säger.

Der Raum muss überkonfessionell sein, für alle Glaubensrichtungen passen, da auch eine Nutzung als Andachtsraum vorgesehen ist.

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